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Dr. Alfred Fleßner:

Tuberkulose und Krankenmord


Vortrag mit anschließender Diskussion

Donnerstag, den 13. Juni 2013 um 19.00 Uhr

im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Oldenburg

Im Nationalsozialismus lag das Hauptgewicht der Maßnahmen gegen die Volkskrankheit Tuberkulose auf der Zwangsasylierung und der Durchsetzung des Arbeitszwangs. Eine große Zahl der Erkrankten fiel dem als "Euthanasie" verbrämten Krankenmord zum Opfer. In Oldenburg wurden zum Ende des Krieges mehrere Tuberkulosekliniken eingerichtet, die bis in die 1950er Jahre hinein betrieben wurden. Alfred Fleßner berichtet von neuen Aktenfunden und geht der Frage nach, ob die aus der Hunger-"Euthanasie" in der Oldenburgischen Heilund Pflegeanstalt Wehnen bekannte Praxis der Mangelernährung und Vernachlässigung auch in diesen Kliniken zur Anwendung kam.

Dr. Alfred Fleßner ist freiberuflicher Historiker und befasst sich seit 2005 mit Forschungen zur NS-Medizin. Er ist Mitglied der Oldenburger Forschungsstelle GGS und des internationalen Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen "Euthanasie" und Zwangssterilisation.

Gebärdensprache:
Vortrag und Diskussion werden simultan von Gebärdendolmetscherinnen übersetzt. Ringschleifenverstärker:
Zur akustischen Verstärkung für Hörgeräteträger/innen wird ein Ringschleifenverstärker installiert

Veranstalter:
Behindertenbeirat der Stadt Oldenburg
Gedenkkreis Wehnen e.V. (www.gedenkkreis.de)
Forschungsstelle GGS (Geschichte der Gesundheits- und Sozialpolitik) am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (www.uni-oldenburg.de/forschungsstelle-ggs/)

Ansprechpartner:
Behindertenbeirat: Behindertenbeirat@stadt-oldenburg.de
PD Dr. Ingo Harms, Forschungsstelle GGS: ingo(.)harms(ät)uni-oldenburg(.)de    (Email: Klammern raus, Ät=@)