Rundbrief 1/09 Oldenburg, den 2.4. 2009 Liebe Freunde und Freundinnen des Arbeitskreises Friedenswoche, Liebe Beteiligte an der Oldenburger Friedensarbeit, "Friedenspolitik statt Krieg" ist das Motto des diesjährigen Ostermarsches am 11. April, zu dem wir herzlich einladen. "Kriege beenden! Abrüstung statt Sozialabbau" - "Die NATO hat nichts zu feiern - Europa abrüsten!" sind einige der Forderungen, die auf dem Ostermarsch Thema sein werden. Der Auftakt ist um 11 Uhr am Brunneneck, anschließend folgt der Marsch durch die Oldenburger Innenstadt. Die Kundgebung mit Wolfgang Gehrcke (MdB, Die Linke) findet dann um 12. 30 Uhr, ebenfalls am Brunneneck statt. Näheres ist dem beigelegten Flugblatt zu entnehmen. Wie in jedem Jahr laden wir auch 2009 zu der Beteiligung an der Aktion "Ferien vom Krieg" ein, zu der das Komitee für Grundrechte und Demokratie e. V. aufruft. Eine Ferienpatenschaft für ein Kind/ einen Jugendlichen aus den Krisengebieten des Nahen Ostens bzw. des Balkans kostet 130 Euro. Wer eine Ferienpatenschaft übernehmen oder sich an der Finanzierung beteiligen möchte, kann dies über folgende Kontoverbindung tun: Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. Konto: 8013055, Volksbank Odenwald, BLZ: 508 635 13 Bitte unter "Verwendungszweck" nicht "Ferienpatenschaft", sondern die eigene Adresse eintragen! Kontakt: Helga Dieter, Flussgasse 8, 60489 Frankfurt, Tel: 069/ 7892525. Wir laden alle Interessierten herzlich zum nächsten außerordentlichen Treffen des Friedensbündnisses ein. Es geht um alte und immer wieder neue, notwendige Fragen: "Wie soll die Friedensarbeit in Oldenburg zukünftig aussehen? Wer kann diese überhaupt aktiv mittragen? Soll es neue, andere Formen unserer Arbeit geben? Und: Wie können wir 'Nachwuchs' anwerben?" Wir freuen uns über zahlreiche Beteiligung an diesem Treffen, das am Dienstag, den 28. April um 20 Uhr im Ökumenischen Zentrum stattfindet. Und zu guter letzt: Der Arbeitskreis Friedenswoche/ Friedensbündnis freut sich über kleine und größere Spenden, um weiterhin Aktionen wie den Ostermarsch, den Hiroshima-Tag oder auch den Rundbrief tragen und finanzieren zu können. Regelmäßige Termine: Jeden 2. Dienstag im Monat, 20. 00: Arbeitskreis Friedenswoche/ Friedensbündnis, im Ökumenischen Zentrum (ÖZO), Kleine Kirchenstraße Jeden Freitag, 17. 00-17. 30: Schweigekreis auf dem Rathausmarkt, anschließend Treffen im Cafe Lünenschloß, Markt 22 Jeden 1. Mittwoch im Monat, 18. 30: Ökumenisches Friedensgebet in der Garnisonkirche, Peterstr. 41, im Anschluß: Gesprächskreis zu Themen aus dem "Publik-Forum", im kl. Kirchenraum (Angebot vom ÖZO) Jeden 3. Mittwoch im Monat, 18. 00: Theologischer Gesprächskreis bei Heidi Wegmann, Sedanstr. 3 Jeden 2. Sonntag im Monat, 10. 00: Quäkerandachten in der Ev. Familienbildungsstätte, Haareneschstr. 58a Kontakt: Günther Heuzeroth, Noakstr. 11, Tel: 0441/ 84726 Herzliche Einladung zu den genannten Terminen und Veranstaltungen! "Terminkalender" von April bis Juli 11. April, 11 Uhr: Oldenburger Ostermarsch, Auftakt am Brunneneck (siehe Flugblatt). 25. April, 11 Uhr: Anti-Atom-Demonstration in Münster, Start ist am Münsteraner Schloß 26. April: Tschernobyl-Tag Der Arbeitskreis Friedenwoche/ Friedenbündnis wird dazu am Freitag, den 24. April um 17 Uhr auf dem Rathausmarkt den Schweigekreis gestalten 27. April, 20 Uhr: Kampf gegen Frauenhandel Referentin: Sr. Dr. Lea Ackermann Boppard, Forumskirche St. Peter, Peterstr. 20 30. April, 18 Uhr: "Freiheit braucht Regeln. Arbeit für alle - bei fairem Lohn" - Ökumenischer Gottesdienst am Vorabend des 1. Mai, St. Lamberti- Kirche, Markt 17 8. Mai, 16-20 Uhr: Eine(r) für alle, alle für eine(n). Mikrokredit und Frauen Referentinnen: Franziska Dickschen, Oikocredit, Millicent Botsio, Ökumenisches Zentrum PFL, Peterstraße 9. Mai: Weltladentag Weltladen, Ökumenisches Zentrum, Kleine Kirchenstraße 12. Mai, 20 Uhr: Ein anderer Kapitalismus im Werden? Referent: Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, PFL 25. Mai, 19. 30 Uhr: Menschenrechte im Tschad Referent: Patrice Bendounga, Tschad; bezüglich des Veranstaltungsortes bitte auf Plakate achten! 27. Mai, 17 Uhr und 18. 15 Uhr: Landreform in Südafrika Referent: Dr. Ben Khumalo-Seegelken, Huntlosen, Raum A1 -0-008, Uni Oldenburg 5. - 7. Juni: Schöne Aussichten ?! Lokales Handeln für ein globales Übermorgen Kommunale Partnerschaftstage. Ein Informationsflyer dazu erscheint im April. 9. Juni, 20 Uhr: THLOKOMELA - Chor aus Namibia, PFL 2. Juli, 20 Uhr: Alles Merkel?! Alternativen zur Wirtschaftspolitik Referent: Dr. Wolfgang Kessler, Wirtschaftswissenschaftler, Chefredakteur der Zeitschrift "Publik-Forum", BIS-Saal, Uni Oldenburg Auch hier: Herzliche Einladung zu den genannten Terminen und Veranstaltungen! Herzliche Grüße, Eure Kontakt: Elisabeth Unruh, Tel.: 0441/ 82232 Marga Sehrt, Tel.: 0441/ 87308 Dörte Kramer, Tel.: 0441/ 9848711 60 Jahre Hiroshima und Nagasaki Am 6. August 1945 wurde die Atombombe auf Hiroshima abgeworfen, drei Tage später auf Nagasaki. Mehr als 200. 000 Menschen kamen dabei um das Leben, über 100. 000 Menschen wurden verletzt. Die Folgen der Abwürfe sind bei den Überlebenden bis heute spürbar. Wir erinnern an die Atombombenabwürfe vor sechzig Jahren am 6. August 2005 auf dem Rathausmarktplatz in Oldenburg. Beginn: 16. 00 Uhr mit einer Pflastermalaktion Abschluß: 17. 30 Uhr mit dem Schweigekreis bis 17. 45 Uhr Wir gedenken an Hiroshima und Nagasaki und protestieren gegen Herstellung, Testen, Lagerung und Einsatz von Atomwaffen! Arbeitskreis Friedenswoche Oldenburg 60 Jahre Hiroshima und Nagasaki und kein bißchen klüger? Auch 60 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki gibt es keinen Grund zur nuklearen Entwarnung: 30. 000 Atomwaffen sind weltweit stationiert, knapp 7.000 werden in ständiger Alarmbereitschaft gehalten. Obwohl der Nichtverbreitungsvertrag von 1968 die Atommächte verpflichtet, nuklear abzurüsten, werden heute neue Atomwaffen entwickelt. Mit den Einsatzplänen der USA für die neu entwickelten "Mini-Nukes" ist der (Erst)- Einsatz atomarer Waffen gegenüber den Zeiten des Kalten Krieges wahrscheinlicher geworden. Auch Deutschland ist nicht außen vor: Während Deutschland im Rahmen der EU darauf drängt, dass Länder wie der Iran auf Atomwaffen verzichten, ist der deutsche Atomwaffenverzicht nicht grundgesetzlich verankert. Obwohl offiziell Nicht-Atomwaffenstaat kann Deutschland im Rahmen der "Nuklearen Teilhabe" in der NATO über Atomwaffenstrategie, -stationierung und -einsatzplanung mitdiskutieren. - Deutschland arbeitet auf dem Gebiet der Atomwaffenentwicklung mit Frankreich und den USA zusammen und liefert Hoch- leistungslaser für Atomwaffenlaboratorien - 1990 wurde der Paragraph 16 in den Atomwaffensperrvertrag eingefügt, der die Tür für eigene Atomwaffenkapazität öffnet - Deutsche Bundeswehrpiloten und -flugzeuge üben den Einsatz von US- Atomwaffen und können diese im Kriegsfall auch einsetzen ("Technische Teilhabe") - In Rheinland-Pfalz lagern nach wie vor bis zu 130 US-Atomwaffen - Anfang 2005 wurde der Forschungsreaktor in Garching/ München in Betrieb genommen, der bombenfähiges hoch angereichertes Uran als Brennstoff einsetzt - Deutsche Unternehmen tauchen immer wieder auf Listen der Exporteure von Material, Geräten und Wissen in Zusammenhang mit Massenvernichtungsmitteln auf Wir fordern: - Keine Atomwaffen in und durch Deutschland - Einhaltung des Atomwaffensperrvertrages - Verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen auf den Überprüfungskonferenzen zum Atomwaffensperrvertrag - Stopp des weltweiten Auf- und Wettrüsten Arbeitskreis Friedenswoche Oldenburg Israel USA Grossbritannien Indien Pakistan Nordkorea Frankreich Rußland China Atom- waffen