Veranstaltung mit Jose Rigane
am 07.11.2008 um 18.30h
in dem Seminarraum 2 der rls
Franz-Mehring-Platz 1 10243 Berlin
Thema: Energie als Menschenrecht
In der Veranstaltung soll die Frage im Mittelpunkt stehen,
wie die Forderung: Verbrauch von Energie sei Menschenrecht,
so zu gestalten wäre, daß sie ökologischen Forderungen nicht widerspricht.
Die verträgliche Zusammenbindung politischer Forderungen,
um sozialen und ökologischen Aspekten in gleicher Weise Rechnung zu tragen,
und zwar global,
wird zukünftig wesentliche Aufgabe allen politischen Handelns sein.
Die unter Menschenrechtsgesichtspunkten selbstverständliche Forderung
nach Zugang zu einer flächendeckenden Grundversorgung mit Energie,
weil ohne sie nicht nur die existentiellen Grundbedürfnisse unerfüllt blieben,
sondern ebenso eine Gewährleistung von gesellschaftlicher Partizipation,
läßt jedoch die Umsetzungform offen,
die gleichfalls die ökologische Notwendigkeit
von Nachhaltigkeit und Energieeinsparung berücksichtigt.
José Rigane ist Vorsitzender
der Energiegewerkschaft Luz y Fuerza in Mar de Plata (Argentinien)
und Mitglied im Vorstand des Gewerkschaftsdachverbands CTA
(Central de Trabajadores
Argentina).
Er und seine MitstreiterInnen setzten sich in Argentinien
erfolgreich für ein Verbot von Stromabschaltungen
und die Einführung von Sozialtarifen ein.
In einer neuen, aktuellen Kampagne geht es um Energieeffizienz.
Diese argentinischen Gewerkschaften sind sehr fortschrittlich
und können als Teil der globalisierungskritischen Bewegung betrachtet werden.
Sie engagieren sich nicht ausschließlich für die Interessen von ArbeitnehmerInnen,
sondern bieten z.B. auch Arbeitslosen und RentnerInnen eine Artikulationsplattform.
Vor allem verstehen sie sich nicht in erster Linie
als Interessenvertretetung eines Ausschnitts der Gesellschaft,
sondern als Bewegung einer Gesellschaftspolitik
mit anderen als neoliberalen und kapitalistischen Werten.
In Lateinamerika gibt es ein Netzwerk für das Grundrecht auf Energie,
an dem sich die CTA beteiligt: Energie als Menschenrecht.
Das ist eine gemeinsame Veranstaltung von attac und ver.di
in Kooperation mit der rls
Auf dem Podium wird für attac Alexis Passadakis sprechen,
der Vertreter von ver.di auf dem Podium wurde noch nicht benannt.