José Rigane aus Argentinien anfang November zu Gast in Osnabrück
Textfeld: Energie für alle!
Gewerkschaft erkämpft soziale Stromversorgung
Angesichts steigender Energiepreise werden Strom und Gas für "Geringverdiener" zunehmend zum Luxusgut. Als Antwort darauf wird inzwischen in Deutschland über die Einführung eines Sozialtarifs diskutiert: wer nur geringe Einkünfte hat, soll eine günstige Basisversorgung mit Energie erhalten.
In Argentinien ist man da schon weiter. Dort setzt sich der Gewerkschaftsdachverband CTA für eine andere Energiepolitik ein. In den 1990er Jahren wurden die staatlichen Erdöl- und Gasfirmen privatisiert. Für die jetzigen ausländischen Investoren ist es profitabler, die Rohstoffe zu exportieren, als sie für den argentinischen Markt zur Verfügung zu stellen. Das führte absurderweise in einem Land, das selbst über Ressourcen verfügt, zu Versorgungsproblemen, die sich unter anderem durch Stromabschaltungen ausdrückten. 
Immer mehr Menschen in Argentinien wurde der Strom abgeklemmt, da sie die Rechungen nicht bezahlen konnten. Die CTA hat erfolgreich für die Einführung von Sozialtarifen gekämpft – Stromabschaltungen sind jetzt verboten. Eine neue Kampagne setzt sich für mehr Energieeffizienz und für eine Re-Nationalisierung der Energiewirtschaft ein.
Die CTA steht darüber hinaus für ein neues Verständnis von Gewerkschaftsarbeit. Neben Beschäftigten aus verschiedenen Branchen bietet die CTA auch ein Dach für 
„Piqueteros“ (Arbeitslose und RentnerInnen), Belegschaften, die Betriebe übernommen haben, und Haus- und LandbesetzerInnen, die Genossenschaften gründen.
Mit José Rigane, Vorsitzender der Energiegewerkschaft Luz y Fuerza und Mitglied im Vorstand der CTA (Central de Trabajadores Argentina) 

Donnerstag, 6.11. um 19:30 Uhr
Lagerhalle, Rolandsmauer 26, Café Spitzboden
Textfeld: Internet: www.attac-netzwerk.de/osnabrueck
Kontakt: Stefan Wilker
 0541/5061479
 stefan.wilker@gmx.de